[Kinokritik] Verblendung

Kinostart Deutschland: 12. Januar 2012
Genre:
Thriller
FSK:
ab 16 freigegeben   
Laufzeit:
158 Minuten
Produktionsjahr:
2011
Regie:
David Fincher
Darsteller:
Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright,  Stellan Skarsgård, Christopher Plummer
OT: The Girl with the Dragon Tattoo (2011)

“Verblendung” ist die US-Neuverfilmung des gleichnamigen Romans, dem ersten Teil der “Millennium”-Trilogie von Stieg Larsson. Im Mittelpunkt steht die Geschichte um den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist (Daniel Craig), der das Geheimnis um die verschwundene Harriet Vanger auflösen soll. Diese wurde vor vielen Jahren entführt, doch ihr Onkel Henrik Vanger erhält seitdem jedes Jahr eine getrocknete Blume zum Geburtstag: eben jenes Geschenk, das er seinerzeit auch von Harriet bekam. Gemeinsam mit seiner Hacker-Kollegin Lisbeth Salander (Rooney Mara) nimmt Mikael Blomkvist die Ermittlungen auf und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

Meine Meinung: Manchmal ist es vielleicht doch besser die Bücher vorher nicht gelesen zu haben, denn dann geht man viel unvoreingenommener und freier in den Film. Und die neue Verfilmung von “Verblendung” hat mir erstaunlich gut gefallen. Ich kann zwar nicht sagen, welche der beiden Filme besser war, aber sehenswert ist er allemal. Der Vorspann fiel für meinen Geschmack etwas aus dem Rahmen, eher wie ein James Bond Film, toll gemacht, passt aber gar nicht zum Film.

Daniel Craig und Stellan Skarsgard, aber auch Christopher Plummer passen ausgezeichnet in ihre Rollen. Rooney Mara hat mir auch gut gefallen, der Vergleich zu Noomi Rapace endet bei mir mit einem Unentschieden. Sie hat es natürlich überhaupt nicht leicht. Nicht nur das Noomi Rapace schon vorher eine ganz starke Lisbeth Salander geboten hat, nein Mara hat auch ihre erste Hauptrolle in so einem Blockbuster. Lisbeth Salander ist eine äuserst schwer zu spielende Person. So viele Macken, Ecken und Kanten. So viele Eigenschaften, die zu berücksichtigen sind, um diese Person authentisch und glaubwürdig spielen zu können. Der Film ist natürlich ein sehr düsterer, zum Teil echt „kranker“ Film, da Lisbeth Salander alleine schon psychisch gestört ist und so aggressiv, dass man sich bei manchen Szenen einfach nur die Hand vor die Augen hält. Selbst vor Vergewaltigungen macht Fincher nicht halt, zeigt diese in ihrem vollen Umfang und Grausamkeit. Mord, Religion, Sex und eine Familie die so undurchsichtig ist, dass bis zum Schluss keine Chance besteht um hier irgendwie irgendetwas vorherzusehen (vorausgesetzt man kennt weder Buch, noch Origalfilm!).

Bis auf den Schlussteil unterscheidet sich die Neuauflage tatsächlich wenig vom schwedischen Original. Ohne hier etwas zu verraten, kann man sagen, dass sich am Ende einiges ändert und man an dieser Stelle nicht mehr von einer Neuinszenierung, sondern von einer eigenen Interpretation sprechen kann. Eine Fortsetzung ist möglich, wird aber im Film nur ansatzweise angedeutet. Für Leute die überhaupt noch nicht mit der Original-Trilogie in Berührung kamen, ist dieses Remake sicherlich großartige und spannende Kino-Unterhaltung.


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Projekt 52 – Woche 10: Das Zufallsbuch

Heutiges Thema: Das Zufallsbuch.

Hier die Regeln zur Auswahl:

  1. Schließe die Augen und nimm  irgendein Buch aus dem Regal. Alternativ nimm einen Stift, Block und mindestens einen Würfel (6 Seitig)
  2. Bestimme die Anzahl deiner Realböden (Doppelreihig zählt als je Reihe ein Boden) wenn du zu den Bibliophilen mit wenig Platz gehörst, jeder Karton im Keller oder Dachboden etc. zählt auch als ein Boden.
  3. Würfle jetzt für jeden Boden 2 mal und notiere die Werte als Wert 1 und Wert 2.
  4. Würfle je einmal für jeden Boden bei 1-2 streiche Wert 2 durch, bei 3-4 streiche Wert 1 durch, bei 5-6 lasse beide stehen.
  5. Addiere nun alle Werte, die nicht durchgestrichen wurden.
  6. Nimm den Würfel nochmals, bei ungeraden Zahlen zähle die Bücher ab dem ersten Boden, bei geradem rückwärts ab dem letzten Boden.
  7. Das letzte mal würfeln bestimmt, wie viele Böden du noch überspringen darfst/musst, bevor das Zählen beginnt (Zählweise der Böden, wie bei den Büchern) .

So eine Würfelei bei 31 Regalböden, die ich gezählt habe, war mir zu viel, also bin ich mit geschlossenen Augen vor eins meiner Regale gestanden und habe eins rausgegriffen.

Jay Bonansinga – Die Eismumie

Spannung pur! Das Blut wird Ihnen in den Adern gefrieren. Im Eis Alaskas wird eine 10.000 Jahre alte Mumie gefunden. Offenbar ein prähistorisches Mordopfer. Die Verletzungen sind eindeutig. Doch damit nicht genug: Auf der Haut der Mumie sind seltsame Zeichen eintätowiert. Als FBI-Profiler Ulysses Grove die Mumie sieht, ist er fassungslos. Die uralten Zeichen entsprechen exakt dem Muster, mit dem der berüchtigte Sun-City-Mörder seine Opfer markiert.

Die Sparte “Thriller” ist meiner Meinung falsch gewählt. Fantasy-Krimi passt da schon besser. Wer also kein Fantasy mag, Hände weg von diesem Buch, sonst kommt die grosse Enttäuschung! Die Mischung aus FBI-Ermittlungen, historischen Mumien und geifernden Bestien fand ich eigentlich ganz unterhaltsam.

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[Trailer] Der kleine Hobbit – Eine unerwartete Reise

Zu Peter Jacksons zweiteiliger Verfilmung von J. R. R. Tolkiens “Der kleine Hobbit”, der die Vorgeschichte zu “Der Herr der Ringe” erzählt, ist jetzt der erste Trailer in der deutschen Fassung erschienen.


Die Zwerge finde ich toll und freu mich schon auf diesen Film.

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[Neu im Bücherregal] Der neue King ist da!

Wenn die Vergangenheit grausam zuschlägt – Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.

Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet …

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[Rezension] Joe Hill – Teufelszeug

Originaltitel: Horns
Verlag: Heyne Verlag (11. Oktober 2011)
Genre: Thriller
Reihe: -
Taschenbuch: 544 Seiten
ISBN: 978-3453406032

Preis: 9,99

Kurzbeschreibung: Völlig verkatert schaut Ig Perrish morgens in den Spiegel: Ihm wachsen Teufelshörner aus der Stirn! Was hat er in der Nacht zuvor getrieben? Dabei hat er schon sein Fegefeuer durchlebt, weil ihm niemand glaubt, dass er nichts mit der grausamen Ermordung seiner Freundin zu tun hat. Als Ig sich auf die Suche nach dem wahren Übeltäter macht, ist auf einmal die Hölle los.

Der 1. Satz:

Ignatius Martin Perrish hatte die ganze Nacht lang gesoffen und fürchterliche Dinge getan.

Meine Meinung: Ig Perrish führt ein privilegiertes Leben. Als Sohn eines berühmten Vaters und Bruder eines TV-Stars wächst er in einem Hort des Wohlstands und der Glückseligkeit auf. Und er hat Merrin, mit der er den Zauber der unendlichen Liebe erlebt. Bis zu dem Tag, an dem Merrin unter ungeklärten Umständen grausam ermordet wird und der Verdacht auf ihn fällt. Mangels Beweisen wird er aber freigesprochen. Eines Morgens wacht Ig nach einer durchzechten, erinnerungslosen Nacht mit Teufelshörnern auf der Stirn auf. Mehr noch: Auf einmal besitzt er die unheimliche Gabe, die dunkelsten Geheimnisse und verborgensten Gelüste derjenigen zu kennen, die er berührt. Diese neue Macht will er nutzen, um den Übeltäter zu finden, der Merrin umgebracht und sein Leben zerstört hat. Alles Gutsein und Beten hat nichts geholfen, jetzt ist es an der Zeit, einen Pakt mit dem Bösen zu schließen und teuflische Rache zu nehmen.

“Teufelszeug” ist nach “Blind” der zweite Roman von Joe Hill. Der Name ist übrigens ein Pseudonym, hinter dem sich Joseph Hillstrom King, der Sohn von Stephen King, verbirgt. Wider Erwarten ist dieser Roman kein düsterer Gruselschocker. Hier geht es im Grunde um die Tragödie zweier Jungs, die dasselbe Mädchen lieben, und um Rache, denn dieses Mädchen wird ermordet. Es werden immer wieder Reisen in die Vergangenheit gemacht, um die Verbindung der Charaktere zueinander deutlicher zu machen. Dabei wird auch die Nacht, in dem der Mord passierte, aus mehreren Perspektiven gezeigt. Ig`s Suche nach der Wahrheit, die sich trotz Teufelshörner und einem gewissen teuflischen Hokuspokus als menschliche Tragödie und traurige Liebesgeschichte entpuppt, liest sich in einem Rutsch weg, auch wenn die Rückblenden in die Vergangenheit manchmal etwas von der spannenden Geschichte nehmen.

Der junge King hat zweifelsohne das Talent seines Vaters geerbt. Ich bin ein großer Stephen King Fan und war natürlich deswegen sehr gespannt, was sein Sohn so zustande bringt. “Blind”, sein erster Roman, hat mir schon super gefallen und auch hier wurde nicht enttäuscht. Eine abgefahrene Story, die seinen Grusel aus alltäglichen Situationen bezieht,  und toll ausgeschmückte Charaktere in typischer King Manier machen dieses Werk absolut lesenswert.

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[DVD] #46 – Priest

Darsteller: Paul Bettany, Cam Gigandet, Christopher Plummer,  Maggie Q, Karl Urban
Regisseur(e): Scott Charles Stewart
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
Erscheinungstermin: 6. Oktober 2011
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 84 Minuten

Die Welt der Zukunft ist eine Welt der Gewalt; sie hat sich in zwei Lager gespalten: Vampire und Menschen liefern sich seit Jahrhunderten einen blutigen Krieg, der keinen Sieger kennt. Auf Seiten der Menschen hat die Kirche das Sagen und sie herrscht mit harter Hand über festungsartige finstere Stadtkolosse. Ihre tödlichste Waffe im Kampf gegen die Blutsauger sind die sogenannten Gotteskrieger. Einer von ihnen heißt schlicht Priest (Paul Bettany). Nachdem offiziell der Krieg von der Kirche als beendet erklärt wird und die Vampire als geschlagen, hat der Klerus keine Verwendung mehr für den Priest und seine Kampfesgenossen. Als aber seine Nichte (Lily Collins) von einer marodierenden Truppe von Vampiren verschleppt wird, zieht Priest in eigener Mission in den Krieg und bringt damit die Kirchenoberen um Monsignor Orelas (Christopher Plummer) gegen sich auf. Doch in seinem Wettlauf gegen die Zeit nimmt Priest darauf keine Rücksicht. Einzige Rückendeckung im Kampf gegen den Anführer Black Hat (Karl Urban) erhält Priest lediglich durch die ehemalige Kombattantin Priestess (Maggie Q) und den Revolverhelden Hicks (Cam Gigandet).

In Kürze:

  • der Film basiert auf der gleichnamigen Graphic-Novel-Reihe von Min-Woo Hyung
  • Mischling aus Western und Vampirfilm, sehr cool inszeniert und endlich mal wieder echte blutrünstige und furchteinflößende Vampire
  • tolle Besetzung (Paul Bettany als Kampfpriester und Karl Urban als Vampir) und tolle Musik, die Effekte können sich auch sehen lassen
  • ist zwar etwas kurz aber dennoch blockbustermäßig, tolle Story wenn auch etwas ausgelutscht, tolle Bilder, tolle Choreographien, gute Action und ein schönes offenes Ende
  • mich hat der film über seine 84 Minuten prima unterhalten, kein Meisterwerk, aber durchaus sehenswert


 

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[Zitate] Joe Hill – Teufelszeug

Heyne Verlag, 1. Auflage, Kapitel 28, Seite 324

“Es ist ein fester Bestandteil unseres Glaubens, dass die Seele unserer besonderen Fürsorge bedarf, wird sie sonst doch zerrüttet und zugrunde gerichtet”, erklärte Ig. “Jesus selbst hat seinen Aposteln nahegelegt, sich vor dem zu hüten, der in der Hölle ihre Seelen zu zerstören trachtet. Ich verkünde Euch heute, dass ein solches Schicksal mathematisch unmöglich ist. Die Seele kann nicht zerstört werden. Die Seele ist ewig. Wie die Zahl Pi ist sie ohne Anfang und ohne Ende.”

Kapitel 28, Seite 325

“Satan wird schon seit langer Zeit als der Widersacher bezeichnet, aber Gott fürchtet die Frauen noch mehr als den Teufel – und er hat guten Grund dazu. Sie, mit ihrer Macht, Leben in die Welt zu tragen, wurde wahrhaft nach dem Ebenbild des Schöpfers geschaffen, nicht der Mann. Und in jeder Hinsicht ist sie es, die es verdient, von den Menschen angebetet zu werden – nicht Jesus, dieser unrasierte Fanatiker, der das Ende der Welt herbeisehnte.”

 

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[Zitat] Nancy Baker – Die Nacht in mir

Heyne Verlag, 1. Auflage, Seite 283, Kapitel 26

Sein Kuss war so, wie er in jenem weit zurückliegenden Verlies gewesen war: Licht in der Dunkelheit, Wärme in der Kälte, klarer Verstand im wabernden Wahnsinn.

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Projekt 52 – Woche 09: Das abgebrochene Buch

Aktuelle Thema: Das abgebrochene Buch!

Es kommt nur ganz selten vor, dass ich ein Buch für so schlecht halte, dass ich es abbrechen musste. Aber eins ist mir in Erinnerung geblieben:

Peter Berling – Die Kinder des Gral

Im Jahre des Herrn 1244. Vom fernen Sizilien aus herrscht Friedrich II., der Staufer, über das Heilige Römische Reich. Im ewigen Rom regiert Innozenz IV. eine Kirche, die sich immer mehr in weltliche Politik verstrickt. In dieser Lage folgt Ludwig IX. von Frankreich dem Ruf des Papstes und sendet ein Heer gegen den Montségur, die unbezwingbare Ketzerburg im Languedoc.In einer dunklen und stürmischen Nacht werden zwei Kinder an Seilen an der Mauerkrone herabgelassen. Sie sind die Erben des Gral. Ihr Königtum könnte die Weltreligionen vereinen – doch können zwei Kinder eine solche Krone tragen, ohne davon erdrückt zu werden?Einen Schutzengel indes haben sie: William von Roebruk, ein dralles Bauernschlitzohr. Als Held wider Willen gerät der kleine Franziskaner in eine tödliche Auseinandersetzung zwischen Kaiser und Kurie, zwischen christlichen Rittern und islamischen Assassinen um imperiale Machtinteressen und einen großen Plan …

“Die Kinder des Gral” ist der erste Roman von Peter Berlings großem Gral-Zyklus. Bereits nach wenigen Seiten war mir schon klar, dass ich diesen Roman nicht mehr lange lesen werde, denn einfach der Schreibstil und die altertümlich anmutende Sprache hat mir gar nicht gefallen. Es ist sehr langatmig geschrieben. Berling bemüht sich, die mittelalterliche Sprache aufleben zu lassen, so dass kein rechter Lesefluss entstehen kann. Kurz gesagt: Schwere Kost und mein erstes abgebrochenes Buch überhaupt!

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[Kurzrezension] J. J. Bidell – Im Schatten des Mondlichts: Das Erwachen

Originaltitel: Im Schatten des Mondlichts – Das Erwachen
Verlag: Elke Becker (22. April 2011)
Genre: Fantasy
Reihe: Im Schatten des Mondlichts, Band 1
Format: ebook Kindle Edition (Dateigröße: 323 KB), 267 Seiten
ASIN: B004XR5268

Preis: 4,99€

Kurzbeschreibung: Naomi Roberts hat endlich ein Stipendium für ein Auslandssemester in Maine erhalten. Als Naomis Großmutter plötzlich behauptet, Naomi würde sich bald in einen Panther verwandeln, wie ihre Urgroßmutter Romina, glaubt Naomi an einen letzten und verzweifelten Versuch, sie von der Abreise in die USA abzuhalten.  In Maine angekommen, genießt Naomi ihr Studentenleben mit neuen Freunden und ihrer ersten Liebe Roman. Selbst, als sie sich von einer mysteriösen Lichtung im Wald magisch angezogen fühlt, sich beobachtet vorkommt und zu Schlafwandeln beginnt, erinnert sie sich nicht an die Prophezeiung der Großmutter. Bis sie sich zum ersten Mal verwandelt. Und Naomi ist nicht allein, was nicht nur sie selbst in Lebensgefahr bringt, sondern auch Roman.

Der 1. Satz:

Dorothea wälzte sich im Bett hin und her.

Meine Meinung: “Das Erwachen” ist mein erstes richtiges ebook. Vorher las ich nur Kurzgeschichten auf meinem Kindle. Diesen Roman gibt es nur in digitaler Form, nicht als Papierbuch und den Preis finde ich absolut in Ordnung. Anfangs dachte ich, wenn ein Buch es nicht in die normale Paperform schafft, kann es denn dann gut sein? Aber ich habe schon auf vielen Blogs gute Rezensionen zu diesem Roman gelesen und das war schon mehr als überzeugend.

Das Thema Gestaltenwandler fasziniert mich sehr, aber von Werwölfen hat man ja nun schon genug zu lesen bekommen, sodass Werkatzen eine nette Abwechslung darstellen. Die Idee und auch die Umsetzung in diesem Roman haben mir auf Anhieb gut gefallen. Die Darstellung der Panther und ihrer Fähigkeiten ist ausgesprochen gut gelungen. Am Anfang steigt der Spannungsbogen recht langsam, und auch im Mittelteil passiert noch nicht wirklich viel, aber dann im letzten Drittel nimmt die Geschichte gewaltig an Tempo auf. Ein wenig schade finde ich, dass das buchstäbliche Erwachen erst in der zweiten Hälfte des Buches geschieht. Die Charaktere sind durchweg nachvollziehbar und die meisten lernt man auch in der ersten Hälfte des Buches intensiv kennen.

Der Roman liest sich flüssig, angenehm und ist sehr unterhaltsam. Das dramatische Ende ist spannend und bleibt offen, aber es gibt bereits eine Fortsetzung dieser Reihe. Den zweiten Teil, “Die Fährte”, habe ich bereits und wird nicht lange ungelesen bleiben.

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[Rezension] Nancy Baker – Die Nacht in mir

Originaltitel: The Night Inside/Kiss of the Vampire, Blood and Chrysantemums
Verlag: Heyne Verlag (11. April 2011)
Genre: Fantasy
Reihe: -
Taschenbuch: 704 Seiten
ISBN: 978-3453533912

Preis: 9,99€

Kurzbeschreibung: Die junge Ardeth durchlebt die Hölle: Sie wird in ein abgelegenes Gebäude verschleppt und soll dem Vampir Dimitri Rozokov als Nahrungsquelle dienen. Doch der sensible Rozokov ist selbst ein Gefangener. Durch ein Band aus Blut und Begehren aneinandergefesselt, kennen Ardeth und Rozokov bald nur noch ein Ziel: Freiheit.

Der 1. Satz:

Zum Aufwachen brauchte er zwei volle Tage.

Meine Meinung: Das Leben der schüchternen Studentin Ardeth verläuft in vorhersehbaren Bahnen: sie lernt fleißig, schreibt ihre Doktorarbeit und hofft, später eine Anstellung als Dozentin zu bekommen. Ihr Leben gerät jedoch aus dem Gleichgewicht als ihr bester Freund ermordet wird und sie selbst das Gefühl hat, verfolgt zu werden. Doch damit nicht genug, denn eines Tages wird Ardeth von Unbekannten gekidnappt und in ein abgelegenes Gebäude verschleppt. Dort soll sie den Vampir Dimitri Rossokow mit ihrem Blut nähren. Ardeths anfängliches Entsetzen legt sich, als sie erkennt, dass dieser ebenfalls ein Gefangener ist. Sie verliebt sich in das Nachtgeschöpf, und gemeinsam schmieden sie einen Plan, um ihren Peinigern zu entkommen. Die Sache hat nur einen Haken: um sich und ihre große Liebe befreien zu können, muss Ardeth selbst zum Vampir werden.

“Die Nacht in mir” besteht aus den beiden Büchern “Blutgesang” und “Blut und Chrysanthemen”. Im ersten Buch geht es hauptsächlich um die entstehende Liebe und Beziehung zwischen dem Vampir Dimitri und Ardeth, die von ihm zum Vampir gemacht wird, um gemeinsam zu “überleben”. Als Einzelgänger bekannt, versuchen die zwei doch sich miteinander zu arangieren, mit Höhen und Tiefen. Immer mit der Frage beschäftigt, ob sie die einzigsten Vampire auf der Welt sind. Gejagt werden sie von einer Organisation, die mit ihnen Experimente zur Langlebigkeit machen wollen. Dieser Teil war richtig spannend und fesselnd und durch den lockeren Schreibstil im Nu durchgelesen. Ardeth und Dimitri, die sich unter den denkbar schlechtesten Bedingungen überhaupt kennen- und liebengelernt haben, sind sehr sympathisch und, vor allem, sehr menschlich dargestellt.

Im zweiten Buch “Blut und Chrysamthemen” geht es hauptsächlich um einen sehr alten japanischen Vampir, von dem man viele Tagebucheinträge aus seinem langen Leben in Japan zu lesen bekommt, die allerdings nicht immer fesselnd sind. Er versucht auch andere Vampire zu finden und so sucht er letztlich nach Dimitri und Ardeth, um sich mit ihnen zu treffen. Leider hat Nancy Baker in diesem Teil stark nachgelassen. Die Tagebucheinträge waren recht langweilig und die Details übers Klettern waren einfach nur ermüdend. Als der japanische Vampir Kontakt sucht und sein Tagebuch hinterlässt, muss man sich durch seine Geschichte quälen, wobei mich Samurai und die Reihenfolge der japanischen Shogune nun wirklich nicht interessiert haben, denn schließlich wollte ich nur wissen wie es mit Dimitri und Ardeth weitergeht.

Die Vampire müssen sich erstaunlicherweise mit durchweg menschlichen, alltäglichen Problemen herumschlagen und sie sind trotz allem Mensch geblieben. Das finde ich  sehr erfrischend und faszinierend. Endlich mal Vampire, die sich Gedanken über ihr Schicksal und ihre Verantwortung machen, die Menschenblut trinken und “Monster” sein können, es aber nicht unbedingt sein müssen. Vampire, von denen es nur sehr wenige auf der Welt gibt.

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[Blog] Bücherserien aktualisiert

Ich habe mir heute mal wieder etwas Zeit genommen, um meine Übersicht von Bücherserien hier in meinem Blog zu überarbeiten, zu aktualisieren und um neue Serien hinzuzufügen. Ist ganz schön was dazugekommen. Aber jetzt sollte erst einmal wieder alles auf dem neuesten Stand sein. Sollte ich doch noch etwas übersehen haben, bin ich für einen Hinweis immer dankbar. Nachdem bei Streetread in einem Artikel auf meine Bücherserienseite verlinkt wurde, und das zu einer kleinen Diskussion zwecks Aufwand, Vollständigkeit und Aktualität geführt hat, habe ich gleich angefangen die Serien, die nur meinem persönlichen Lesegeschmack entsprechen (!), zu überarbeiten und habe auch gleich festgestellt, dass da noch einige fehlen. Hier sind nur Serien aufgeführt, die ich schon fertig gelesen, begonnen oder irgendwann noch lesen möchte. Neu dazugekommen sind:

Anonymus – Das Buch ohne …
J.L. Bourne – Tagebuch der Apokalypse
Chelsea Cain – Gretchen
Clive Cussler – Dirk Pitt J.
Clive Cussler – Oregon Files
Sebastian Fitzek – Alina Gregoriev
Klüpfel/Kobr – Kommissar Kluftinger
Tom Rob Smith – Leo Demidow
P.C. Cast – Tales of Partholon
Rebecca Gable – Waringham Family
Sergej Lukianenko – Trix Solier
Brigitte Melzer – Engel
Walter Moers – Zamonien
Naomi Novik – Feuerreiter seine Majestät
Kathy Reichs – Virals/Tory Brennan
Gesa Schwarz – Grim
Karen Miller – Königsmacher/Königsmörder
Jeaniene Frost – Night Huntress
Justina Robson – Lila Black
Ulrike Schweikert – Sabine Berner und Peter von Borgo
Peter Schwindt – Morland
Uschi Zietsch – Waldsee Chroniken

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