[Rezension] Sergej Lukianenko – Wächter des Tages

Kurzbeschreibung: Dieses Buch beleuchtet das Leben der Dunklen Anderen. Ebenso wie der erste Teil ist es in 3 Geschichten unterteilt.

Alissa Donnikowa, ein Mitglied der Tagwache, verliert bei einer Operation gegen die Nachtwache ihre magische Energie. Sebulon, der große Dunkle Magier, ihr Chef und ihr Geliebter, schickt sie auf eine Urlaubsreise, bei der sie ihre Energie regenerieren soll. Während ihres Aufenthalts lernt sie Igor, einen Wächter der Nacht, kennen, der aus ähnlichen Gründen wie Alissa im Urlaub ist und verliebt sich in ihn. Beiden fehlt die Fähigkeit die Anwesenheit Anderer und ihre Herkunft zu spüren. Nachdem beide erkannt haben, dass sie eine Dunkle Hexe und Igor ein Lichter Magier sind, kommt es schließlich zu einem Kampf, in deren Verlauf Alissa stirbt.

Die zweite Geschichte spielt wieder in Moskau. Sie beginnt damit, dass ein Unbekannter in einem Vorort auftaucht und mit dem Zug in die Hauptstadt führt. Ihm fehlt jede Erinnerung an seine Vergangenheit und er weiß nur, dass er einen Koffer voller Geld bei sich trägt und übernatürliche Kräfte besitzt, von denen er aber nicht weiß, woher sie kommen. Er bedient sich derer rein intuitiv und macht durch tragische Zufälle die beiden Wachen auf sich aufmerksam, die auch die ganze Geschichte über rätseln, wer oder was er ist, nicht ahnend, dass Witali Rohosa, wie der unbekannte Andere heißt, ein sogenannter Spiegel ist, den das Zwielicht hervorgebracht hat, um das Gleichgewicht zwischen den beiden Wachen wieder herzustellen.

Der dritte Teil des Buches spielt in Prag, wo der in der ersten Geschichte erzählte Fall zwischen Igor und Alissa und der in der zweiten Geschichte behandelte Fall mit Witali Rohosa von einem Tribunal der Inquisition verhandelt werden soll. Eine der Hauptpersonen ist hier der Dunkle Magier Edgar, der die Seite des Dunkels in Anklage und Verteidigung vertreten soll. Der Wächter der Nacht Anton, die Hauptperson aus dem ersten Band, vertritt als Ankläger die Lichten Anderen.

Meine Meinung: Wie schon bei “Wächter der Nacht” zeigt Sergej Lukianenko auch bei “Wächter des Tages” wieder, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse ist. Klasse! Gefreut habe ich mich auch, dass viele bekannte Figuren aus “Wächter der Nacht” einen Auftritt haben. Allen voran Anton, der auch jetzt wieder eine sehr wichtige Rolle spielt. Mehr dazu möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten. Die Intriganten spielen sich gegenseitig aus und Anton hat offensichtlich das Potential für mehr…

5sterne


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