Eine der heutigen Schlagzeilen in der Schwäbischen Zeitung:
Die Europäische Union stellt die Schwäbische Maultasche von Mitte November an als regionale Spezialität unter Schutz. Die echten Schwäbischen Maultaschen dürfen somit nur noch aus Baden-Württemberg und dem Regierungsbezirk Schwaben in Bayern kommen.
Damit ist höchster Schutz für die Lieblingsspeise der Schwaben gewährt worden, denn die mit Wurstbrät, Ei, Brot, Petersilie, Zwiebeln und Lauch gefüllten Teigtaschen stehen nun offiziell in einer Reihe mit dem Schwarzwälder Schinken, der Schwarzwaldforelle oder den Gurken von der Insel Reichenau (Bodensee). Dies teilte das baden-württembergische Agrarministerium gestern in Stuttgart mit.
Woher kommen eigentlich die Maultaschen?
Zum Ursprung der Maultasche kursieren verschiedene Legenden. Der bekanntesten nach liegt der Ursprung des Gerichts in den typisch schwäbischen Eigenschaften Sparsamkeit, Erfindungsreichtum und Gottesfürchtigkeit. Und das waren die Zisterziensermönche im Kloster Maulbronn, die trotz Fastenzeit in der Karwoche Fleisch essen wollten. Um ihre Sünde zu verbergen, versuchten sie das Fleisch zu verstecken, indem sie es klein hackten, unter Spinat, Kräuter und Brot mischten und die Masse in einen Teigmantel hüllten. Auf das Kloster Maulbronn gehen demnach sowohl der Begriff Maultasche als auch der Spitzname “Herrgottsbscheißerle” zurück.
Weniger nett ist die Legende, dass es sich bei der Maultasche um eine simple Kopie bekannter italienischer Teigwaren wie Ravioli und Tortellini handelt. Protestantische Glaubensflüchtlinge aus Italien sollen sie in den Südwesten Deutschlands gebracht haben.
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