[Rezension] Karen Marie Moning – Im Bann des Vampirs

Originaltitel: Darkfever (2006)
Verlag: Ullstein Tb (Oktober 2007)
Genre: Romance-Fantasy
Seiten: 361
ISBN: 978-3548266015

Klappentext: Die junge Amerikanerin MacKayla Lane interessiert sich vor allem für Mode und Popsongs – bis eines Tages ihre Schwester Alina in Dublin brutal ermordet wird. MacKayla beschließt, selbst nach dem Mörder ihrer Schwester zu suchen. In Irland stellt sie erschrocken fest, dass sie Vampire sehen kann, die eine fatale erotische Anziehungskraft auf sie ausüben. Glücklicherweise trifft sie den Buchhändler Jericho Barrons, der sich mit Dämonen und Vampiren bestens auskennt. Während sie gemeinsam gegen das Böse kämpfen, funkt es gewaltig zwischen Mac und Jericho.

Der 1. Satz:

Meine Philosophie ist ziemlich einfach – jeder Tag, an dem niemand versucht, mich zu töten, ist ein guter Tag.

Meine Meinung: „Im Bann des Vampirs“ ist der erste Band einer Buchreihe von Karen Marie Moning. Als erstes muss ich sagen, dass der Klappentext und vor allem der Titel nicht viel mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, denn um Vampire geht es da auf keinen Fall. Es ist eine Geschichte um das Feenvolk, die Sidhe, der irischen Sage. Eine kleine Nebenfigur ist ein Vampir, aber das war`s auch schon. Anfangs dachte ich, dass vielleicht Jericho ein Vampir ist, aber es wird schnell klar, dass dem nicht so ist. Allerdings wird nicht offenbart, was er wirklich ist.

Mac erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive, man hat also immer das Gefühl, sie direkt zu begleiten. Von einer “Barbie” in Pink, die sich hauptsächlich um ihre Kleidung und gut lackierte Fingernägel sorgt, verwandelt sie sich langsam in eine dunkle Jägerin des Bösen. Als Leser weiß man oft nicht, wer auf welcher Seite steht, wer gut und wer böse ist. Daraus ergibt sich ein real wirkendes Bild, das einen an dieses Buch fesselt. Man möchte mehr zu den Charakteren erfahren, wissen, wer Jericho Barrons nun wirklich ist, man fiebert mit bei der Suche nach dem Mörder und ist genau wie Mac überrascht von den vielfältigen Monstern, denen sie begegnet.

Das Spiel der zwei Hauptakteure ist mal spannend, mal witzig und langsam gegen Ende kommt auch ein Hauch von erotischer Leidenschaft zum Vorschein. Zwar nur ein bisschen, aber ausbaufähig :-) Anfangs hat es ja nicht wirklich zwischen Mac und Jericho geknistert, sondern es flogen vielmehr die Fetzen, aber im Laufe der Geschichte entwickelt sich etwas zwischen den beiden. Auch wenn Mac nicht sicher ist, ob sie ihm trauen kann…

Eigentlich hatte ich dieses Buch gekauft, weil es um Vampire gehen sollte, aber nachdem die Verwirrung verflogen war, gefiel es mir trotzdem gut und ich bin gespannt, wie es in “Im Reich der Vampire” weitergeht, denn der erste Band endet mit einem Cliffhänger und ich bin froh den 2. Band gleich zur Hand zu haben.




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