[Rezension] Cody McFadyen – Der Todeskünstler

Originaltitel: The Face of Death (2007) Leseprobe & Blick ins Buch
Verlag: Bastei Lübbe: 1. Aufl. (12. Mai 2009)
Genre: Thriller
Seiten: 556
ISBN: 978-3404162734

Kurzbeschreibung: Das Leben von Smoky Barrett verläuft endlich wieder normal. Sie ist Opfer eines verrückten Killers geworden und dem Tod nur knapp entgangen. Die schreckliche Tat hat sie noch lange in Albträumen und schlaflosen Nächten verfolgt. Ihren Beruf als FBI-Agentin wollte sie eigentlich an den Nagel hängen, doch mittlerweile hat sie neuen Mut geschöpft und geht wieder auf Verbrecherjagd. Als Smoky eines Nachts an einen Tatort gerufen wird, werden ihre schlimmsten Ängste wieder lebendig. Ein junges Mädchen droht im Haus ihrer Eltern Selbstmord zu begehen. Sie verlangt ausdrücklich nach Smoky und möchte sich nur ihr anvertrauen. Smoky findet das Mädchen im Schlafzimmer ihrer Eltern – sie kauert neben den grausam entstellten Leichen. Der Boden des Raums ist blutgetränkt; auf der Decke und an den Wänden prangen Blutgemälde. Der Todeskünstler hat das Mädchen besucht, und das nicht zum ersten Mal. Seit Jahren zerstört er das Leben des Mädchen, tötet jeden, der ihr lieb ist. Sein Ziel: sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Smoky muss den Killer stellen, bevor er zurückkehrt und sein Werk vollendet.

Der 1. Satz:

Ich träume vom Angesicht des Todes.

Meine Meinung: “Der Todeskünstler” ist der zweite Band der Smoky Barrett-Reihe und ebenso gelungen, nein, sogar noch besser als der erste Band. In “Die Blutlinie” schilderte der kanadische Schriftsteller Cody McFadyen, wie Smoky Barrett zu ihren Narben kam. In “Der Todeskünstler” schildert der Autor, warum die Narben so schwer verheilen wollen. Smoky Barrett steht davor, zu entscheiden, wie es mit ihrem und dem Leben ihrer “Stieftochter” Bonnie weitergehen soll. Beide sind vom Leben bzw. Schicksal gezeichnet, was möglicherweise die zukünftige Karriere der FBI-Agentin beeinflussen könnte.

Schlimmer gehts wirklich immer: Noch grausamer, noch schlimmer, noch spannender. Ein packender Thriller, mit einigen Wendungen und wirklich schlimmen Dingen, auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Es ist unglaublich wie grausam ein Mensch sein kann und wie genau Cody McFadyen diese Grausamkeit beschreiben kann. Er überzeugt wieder einmal mit seinem flüssigen und lebendigen Schreibstil, die Spannung baut sich dieses Mal ebenfalls wieder mühelos auf und zieht sogar am Ende noch einmal richtig rasant an. Gewohnt blutig, grausam und detailreich sind wieder einige Szenen beschrieben und diese wirken stellenweise ganz schön erschütternd und nervenaufreibend.

Cody McFadyen fesselt einen an diese Geschichte. Ich habe eine ganze Nacht durchgelesen, um zu erfahren wer sich hinter dem Künstler versteckt. Das Ende ist, in meinen Augen, weder vorhersehbar noch unrealistisch oder langweilig. Aber trotzdem habe ich am Ende richtig geraten, wer der psychopathische Killer sein könnte. Purer Zufall!

Ein unbedingtes “Must have” für alle Fans von Cody McFadyen`s “Blutlinie” und für alle, die keine Angst im Dunkeln haben ;-)



5.0 von 5 Sternen Ein neuer Fall für Smoky Barrett und ihr Team, 24. Februar 2010
Von Bellexr (Mainz, Deutschland) – Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)
Rezension übernommen von: Der Todeskünstler (Taschenbuch)

Die FBI-Agentin Smoky Barrett wird zu einem grausamen Tatort gerufen. Drei Menschen wurden auf äußerst brutale Art und Weise ermordet und inmitten dem grausigen Blutbad liegt ein 15-jähriges Mädchen. Das völlig verstörte Mädchen erzählt Smoky, dass dies die Tat “des Todeskünstlers” sei, der sie seit Jahren verfolgt und alle Menschen tötet, die sie liebt. Keiner will ihr so recht glauben, bis auf Smoky. Obwohl sie eigentlich nach Quantico versetzt werden soll, da ihr zerstörtes Gesicht nicht medientauglich sei, begibt sich Smoky zusammen mit ihrem Team auf die Suche nach dem Mörder, zumal das junge Mädchen Smoky ausdrücklich darum gebeten hat.

Die Geschichte knüpft fast nahtlos an das Ende von Die Blutlinie an, wobei der vorliegenden Thriller durchaus auch gelesen werden kann, ohne den 1. Band zu kennen.

Smoky ist zwischenzeitlich etwas zur Ruhe gekommen, kümmert sich aufopferungsvoll um ihre stumme Pflegetochter Bonnie und stellt Überlegungen an, ihre Zukunft als Ausbilderin in Quantico zu finden. In diese ruhige Phase platzt der Todeskünstler in Smokys Leben und sie fühlt sich verantwortlich für das verstörte junge Mädchen, sodass sie und ihr Teams sich auf die Spur des Mörders heften.

Auch im 2. Band überzeugt Cody McFadyen wieder einmal mit seinem flüssigen und lebendigen Schreibstil, die Spannung baut sich dieses Mal ebenfalls wieder mühelos auf und zieht sogar am Ende noch einmal richtig rasant an. Allerdings sind auch einige Verschnaufpausen dem Leser vergönnt, da stellenweise sehr intensiv auf die Gefühle von Smoky eingegangen wird, die immer noch mit dem perfiden Überfall aus Band 1 zu kämpfen hat. Allerdings ist dies nicht unbedingt als Spannungsabfall zu sehen. Gewohnt blutig, grausam und detailreich sind wieder einige Szenen beschrieben und diese wirken stellenweise ganz schön erschütternd.

Das Leben seiner Protagonistin und ihrem Team wird im 2. Band weitererzählt und man erhält wieder ein wenig mehr Einblick in ihr Leben. Dies ist wieder gewohnt facettenreich und einfühlsam beschrieben. Allerdings wünscht man sich zwischenzeitlich doch des Öfteren, dass die Charaktere ein wenig mehr normal und nicht so überaus perfekt gezeichnet wären, da dies stellenweise doch ziemlich unrealistisch wirkt.

Alles in allem ist Cody McFadyen mit seinem 2. Band ein absolut würdiger Nachfolger gelungen, der einem mit Sicherheit eine schlaflose Nacht beschert und Vorfreude auf den nächsten Band bringt.

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