[Rezension] Tess Gerritsen – In der Schwebe

Originaltitel: Gravity (1999) Leseprobe
Verlag: Blanvalet (1. April 2001)
Genre: Thriller/Medizinthriller
Seiten: 448
ISBN: 978-3442353378

Klappentext: Emma Watson, medizinische Forscherin mit großen Ambitionen, will das Verhalten des menschlichen Organismus im Weltraum studieren. Aber auf ihrer Weltraumstation kommt es zu seltsamen Vorfällen: Emma entdeckt im All eine Kultur von Einzellern, die ihr ganzes Team zu befallen befinnen: Sie verursachen eine Krankheit, die zu einem äußerst qualvollen Tod führt. Die NASA versucht sofort, die Forscher wieder zur Erde zu bringen – aber die NASA-Rakete zerschellt und lässt die Weltraumstation stark beschädigt zurück. Verzweifelt versucht Emma, die tödlichen Mikroben einzufangen. Gleichzeitg sucht die NASA immer noch nach einer Möglichkeit, Emma auf die Erde zuückzuholen. Aber noch ist keine Rettung in Sicht.

Der 1. Satz:

Er glitt am Rand des Abgrunds entlang.

Meine Meinung: Erstanden habe ich diesen Roman als letzten Quartalskauf bei Bertelsmann im Doppelpack mit einem anderen Thriller von Tess Gerritsen, einfach weil ich jedes Buch von ihr gern kaufe, auch ohne den Klappentext vorher gelesen zu haben.

Der Plot ist recht einfach aber spannend. Allerdings fing es etwas schleppend an, auf den ersten 100 Seiten passiert so gut wie nichts. Erst als Emma Watson auf der ISS eintrifft und nachdem diese geheimnisvolle Krankheit ein Mitglied der Crew befällt, wird es rasant spannender und bleibt es auch bis zum Schluss. Die Autorin versteht es dem Leser in bildhafter Sprache ein grausiges und zugleich mögliches Szenario zu vermitteln. Die Charaktere sind tiefgründig ausgearbeitet und die Begebenheiten auf der ISS werden mit detailliertem Fachwissen gut umschrieben. Am Schluss des Buches findet man einen Glossar mit den Erklärungen und Abkürzungen dazu, denn der Leser wird regelrecht mit Fachausdrücken aus der Raumfahrttechnik bombardiert.

Tess Gerritsen versteht es das medizinische Fachwissen aus ihrer Karriere als Ärztin und ihre Recherchen über die Raumfahrt und andere Wissenschaftsgebiete so in ihren Roman einfließen zu lassen, dass sie eine gehaltvolle Unterstützung für eine spannende Story darstellen, ohne das Ganze überladen wirken zu lassen.


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