Leseprobe
Verlag: Knaur (1. Dezember 2008)
Genre: Fantasy
Seiten: 672
ISBN: 978-3426663394
Klappentext: Saskia arbeitet als Köchin, ist eine leidenschaftliche Fechterin und führt ein ganz normales Leben. Das ändert sich, als sie bei einem Turnier gegen den geheimnisvollen Levantin antritt. Mit seinem Degen fügt er ihr einige tiefe Schnitte zu, die sich schon nach kurzer Zeit von selbst schließen. Saskia ahnt nicht, dass ihr Gegner ein Dämon ist, der seit Jahrhunderten nach ihr sucht, denn tief in ihr schlummert eine Gabe, die nun von Levantin geweckt wurde. Er will, dass Saskia für ihn die Blutportale öffnet, durch die er endlich in seine Heimat zurückkehren kann. Doch niemand hat Saskia auf ihr dunkles Talent vorbereitet. Und so stößt sie unbeabsichtigt Türen auf, die nie geöffnet werden sollten.
Der 1. Satz:
Und die Erde war wüst und leer. Und es war finster.
Meine Meinung: Bereits am Anfang von “Blutportale” geht es richtig zur Sache: Eine junge Frau erwacht mitten in einem blutigen Massaker, mit unzähligen übel zugerichteten Leichen. Und das ist erst der Beginn einer Reise durch zahllose Horrorszenarien, für extreme Spannung und viel Aktion ist also gesorgt.
Beim Lesen der ersten Seiten war ich zeitweise verwirrt, aufgrund der verschiedenen Handlungsstränge, meist erzählt aus der Perspektive der Hauptprotagonisten, manchmal auch aus der ihrer Gegner. Die Anzahl der Charaktere und Schauplätze fand ich anfangs etwas unübersichtlich, aber zum Glück werden die Handlungen recht schnell zusammen geführt. Dämonen, ihre Diener und die Helden finden sich schließlich in einem klassischen “Abenteuer” auf der Suche nach fünf dämonischen Gegenständen wieder.
Sehr gut finde ich auch, daß “Blutportale”, “Ritus”, “Sanctum” und “Kinder des Judas” miteinander verbunden sind: einige Charaktere tauchen bücherübergreifend auf. Doch trotz dieser Verbindung entsteht hier eine ganz neue Geschichte. Es geht hier nicht mehr nur um Werwölfe und Vampire, sondern eine ganz neue Spezies tritt auf. Manchmal ist das ganze etwas zu verworren, aber immer spannend. Wer jedoch die ersten Bücher nicht gelesen hat wird trotzdem keine Probleme haben “Blutportale” zu verstehen und es macht Lust auf mehr.
Auch sind die Grenzen zwischen Gut und Böse fließend. Niemand ist der, der er vorgibt zu sein, selbst die Gegenspieler zeigen hin und wieder ein Verhalten, das irritiert und gar nicht zu ihnen zu passen scheint. Man weiß nie woran man ist, das hält die Spannung immer auf hohem Level. Ein rasanter Fantasy-Horror-Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite spannende Unterhaltung bietet, auch wenn man anfangs Probleme haben mag, richtig in die Handlung einzutauchen.
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