[Rezension] Richard Laymon – Die Jagd

Originaltitel: The Endless Night Leseprobe
Verlag: Heyne Verlag (2. Februar 2009)
Genre: Horror
Taschenbuch: 528 Seiten
ISBN: 978-3453675421

Klappentext: Die sechzehnjährige Jody verbringt die Nacht bei ihrer besten Freundin Evelyn. Doch dann stürmt eine Bande junger Killer wie aus heiterem Himmel das Haus in einem ruhigen Vorort von Los Angeles und richtet ein wahres Massaker an. Evelyn wird von einem Speer durchbohrt, und nur Jody und Evelyns jüngerer Bruder Andy gelingt mit knapper Not die Flucht vor der blutrünstigen Horde. Doch damit ist es noch nicht vorbei: Simon, einer der psychopathischen Mörder und ein wahrer Teufel in Menschengestalt hat die beiden gesehen und setzt nun alles daran, die Zeugen der Bluttat zu beseitigen. Die Jagd beginnt…

Der 1. Satz:

Jody wurde aus dem Schlaf gerissen.

Meine Meinung: Das war jetzt mein dritter Roman von Richard Laymon und bisher der beste, den ich gelesen habe. Der Autor hält sich nicht mit viel Vorgeplänkel auf und reißt Leser und Protagonisten sofort mit ins Geschehen. Schon auf den ersten Seiten entbrennt eine spannende Hetzjagd, bei der Laymon alle Register zieht. Spannung pur vom Anfang bis zum Ende!

Auch dieser Roman ist wieder sehr flüssig und schnell zu lesen. Es kommt sehr viel wörtliche Rede darin vor. Ich habe das Buch verschlungen und hatte die knapp 500 Seiten in wenigen Tagen gelesen. “Die Jagd” ist sehr interessant geschrieben: zum einen wird Jodys Geschichte erzählt, zum anderen werden die Erlebnisse aus der Sicht von Simon erzählt, immer in abwechselnden Kapiteln. Simon nimmt seine Geschichte auf Tonband auf. Man erfährt, wie sich diese Killerbande gegründet hat und wie sie ihren ersten Mord begangen haben. Kurz gesagt: Ziemlich krankes Zeug! Laymons makabrer Fantasie ist hier wieder einmal keine Grenzen gesetzt. Da wird vergewaltigt, gehäutet  und auf andere grausame Weise getötet; es werden Kleidungsstücke aus Menschenhaut  angefertigt. Dabei kann man sich nur wundern, was Richard Laymon immer wieder so einfällt. Wer auch nur einen Hauch zartbesaitet ist, sollte um die Bücher einen großen Bogen machen…na ja, ich gehöre nicht dazu.

Das Verhalten des 12jährigen Andy fand ich teilweise eher unpassend und ich würde seine Gedanken und Handlungen eher einem 14 bis 16 Jährigen zutrauen. Es kommt ja sicherlich schon vor, dass sich ein Kind in eine ältere Person verliebt, allerdings sind die Beschreibungen des Autors hier doch sehr fragwürdig. Kann ein 12jähriger schon so von seinen Hormonen beeinflusst werden?

Dieses Buch ist ein Muss für alle Horrorthriller-Liebhaber, die es gern etwas härter haben, denen weder Blut noch rohe Gewalt und die unfassbare Brutalität der Mörder etwas ausmacht.


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2 Responses to [Rezension] Richard Laymon – Die Jagd

  1. StefanieEmmy says:

    Von Laymon hab ich “Der Ripper” gelesen, das hat mir richtig gut gefallen – aber allzu viel Horror kam da auch gar nicht vor. Gegen “Die Jagd” war “Der Ripper” wohl recht manierlich und eher leichte Horrorlektüre. xD

  2. Anja says:

    Das stimmt allerdings. “Der Ripper” war lange nicht so brutal und blutrünstig. An Laymon gefällt mir ganz gut, dass man einfach lesen kann, ohne groß nachzudenken, auch wenn die Story Schwächen hat, immer gut unterhalten wird. Vorausgesetzt man kann Gewalt und Blut in diesem Maße auch aushalten…

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