[Rezension] Richard Laymon – Der Pfahl

Originaltitel: The Stake (1990)
Verlag: Heyne Verlag (1. März 2010)
Genre: Horror
Taschenbuch: 592 Seiten
ISBN: 978-3453675803

Klappentext: Larry Durban, Autor blutiger Horrorbücher, verirrt sich mit seiner Frau und einem befreundeten Pärchen in der Wüste Kaliforniens. Sie entdecken ein Hotel in einer Geisterstadt, in dessen Keller ein Sarg mit einer weiblichen, mumifizierten Leiche versteckt ist. In der Brust der Leiche steckt ein Holzpfahl. Larry und sein Freund Pete beschließen, die Leiche mitzunehmen und eine Mischung aus Tatsachenbericht und Vampirroman über diesen Fund zu schreiben, sondern auch das Entfernen des Pfahls auf Video aufzunehmen. Doch während sich Larry noch romantischen Blutsaugerträumen hingibt, muss seine Tochter Lane feststellen, dass sich die wahren Ungeheuer hinter der Fassade ganz normaler Menschen verbergen.

Der 1. Satz:

Er war dem Dämon bis zu ihrem Unterschlupf gefolgt.

Meine Meinung: Wie immer geht es sofort auf den ersten Seiten mit Spannung und Aktion los und verspricht ein absoluter Knüller zu werden. Die Gewalt hält sich in diesem Buch sehr in Grenzen, läuft fast gegen Null, deshalb ist das Buch wahrscheinlich auch nicht im Heyne Hardcore Verlag erschienen.

Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die zum Ende ineinander fließen. Der Hauptteil über Larry, der mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar in einer Geisterstadt eine verschrumpelte Leiche mit einem Pfahl in der Brust findet und diese dann heimlich zusammen mit seinem Kumpel, ohne Wissen der Ehefrauen, mit nach Hause schleppt und in der eigenen Garage versteckt, um darüber ein Buch schreiben zu können, ist sehr spannend und witzig geschrieben und liest sich auch schnell weg. Ohne zu ahnen was für schreckliche Auswirkungen dies haben wird, verfällt Larry mehr und mehr der mysteriösen Toten. Schließlich kommt man selber ins Grübeln, ist die tote Frau nun ein Vampir oder nicht, was passiert, wenn der Pfahl raus gezogen wird? Zwischendurch immer mal wieder die Handlung um Tochter Lane und ihrem Lehrer Mr. Kramer, der durchaus auch hätte weggelassen werden können.

Die Charaktere, allen voran die Hauptfigur Larry, wirken sehr glaubwürdig und man ist immer wieder gespannt, wie es weiter geht bzw. welche Schritte Larry unternehmen wird. Es fehlt somit nicht an Spannung, Horrorelementen und einer guten Portion schwarzen Humors. “Der Pfahl” ist kein typischer Vampirroman, tatsächlich wird das auf dem Klappentext angekündigte Entfernen des Pfahls erst auf den letzten Seiten zelebriert. Dennoch besitzt das Buch eigentlich keine Längen, denn die Handlungen der Charaktere sind derart fesselnd und nachvollziehbar beschrieben, dass man es kaum erwarten kann weiterzulesen.


Possibly Related Posts:


This entry was posted in Krimi & Thriller and tagged . Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>