Originaltitel: The Magician’s Apprentice Leseprobe
Verlag: Penhaligon Verlag (18. Mai 2009)
Genre: Fantasy (Reihe: Vorgeschichte zu “Die Gilde der schwarzen Magier”)
Gebundene Ausgabe: 736 Seiten
ISBN: 978-3764530372
Klappentext: Tessia wächst als Tochter eines Dorfheilers in Kyralia auf, und nichts wünscht sie sich mehr, als selbst Heilerin zu werden – sehr zum Ärger ihrer Mutter, die Tessia lieber verheiratet sehen möchte. Doch dann nimmt das Leben der jungen Frau eine dramatische Wendung! Als sie in der Burg ihres Lehnsherrn, des Magiers Lord Dakon, einen Verletzten versorgt, muss Tessia sich der brutalen Annäherungsversuche eines sachakanischen Zauberers erwehren – und gebraucht dabei instinktiv Magie.
Plötzlich blickt sie einer völlig neuen Zukunft als Lord Dakons Novizin entgegen. Bei aller Begeisterung und allem Stolz über ihre unerwartete Bestimmung erkennt Tessia aber schon bald, dass mit ihren magischen Gaben auch große Gefahr einhergeht. Denn am Horizont zieht ein verheerender Krieg zwischen Kyralia und Sachaka auf – und Tessia muss schneller ihre Magie zu beherrschen lernen als je eine Novizin vor ihr.
Der 1. Satz:
Es gab keine schnelle und schmerzlose Methode, eine Amputation durchzuführen, das wusste Tessia.
Meine Meinung: “Magie” ist die Vorgeschichte der Bestsellertrilogie “Die Gilde der Schwarzen Magier”, wurde aber erst danach geschrieben. Ich habe mich schon sehr gefreut auf dieses Buch, da ich die Trilogie sehr gern gelesen habe, aber leider war es nicht so, wie ich es mir erhofft hatte.
Mit gewohnt gutem Schreibstil erzählt die Autorin ihre Geschichte. Leider sind einige Passagen dieses Romans derart langatmig und in die Länge gezogen, daß sich die Geschichte nur sehr schleppend entwickelt. Auch durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge bzw. Sichtweisen kommt man anfangs ein wenig durcheinander. Die Geschichte wird dadurch immer wieder an entscheidenen Stellen unterbrochen, was dem Ganzen ein wenig das Tempo nimmt. Dieses Mal schafft Trudi Canavan es zu fast keinem Zeitpunkt, Spannung aufzubauen. Die Seiten flogen nicht so dahin wie man es von den Geschichten um die Magiergilde gewohnt war, sondern die meiste Zeit hatte man doch eher mit Langeweile zu kämpfen. Die wiederholten Zusammentreffen der Magier mit den Sachakanern bleiben unspektakulär und man leidet auch nicht wirklich mit, wenn einer der Guten auf der Strecke bleibt, weil die Figuren einem nicht so nahe gebracht wurden, dass es tief empfundenes Mitgefühl rechtfertigen würde.
Für meinen Geschmack gab es zu wenig Hintergrundinformationen. Ich war schon sehr gespannt, wie die Gilde der Magier seinen Anfang nimmt, aber leider gab es dazu gar nichts zu lesen. Man erfährt etwas über den schwierigen Prozess, wie die Idee der Bildung einer Magiergilde gereift ist und der Krieg gegen Sachaka diesen Prozeß begünstigt hat, aber über die Gründung an sich dann nichts mehr. Und wie schließlich das Heilen durch Magie offiziell eingeführt wurde, habe ich auch vermisst. Die Geschichte ist quasi eine Vor-Vorgeschichte der Gilde. Es sind einige Parallelen zur “Gilde der Schwarzen Magier” Trilogie um Sonea erkennbar. So will Tessia genau wie Sonea Heilen,mit oder ohne Magie. Tessia kommt ebenfalls nicht aus dem Adel und muss sich zunächst gegen die Ablehnung ihrer Mitschüler wehren.
Natürlich gibt es auch hier wieder eine Liebesgeschichte, die aber nur am Rande auftaucht. Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt auf den Entwicklungen der Magier in Kyralia und die Entdeckung, dass man gemeinsam stärker ist, als der stärkste Feind. Im Großen und Ganzen kommt es an die Geschichte der Gilde der Magier nicht ran. Ich hoffe, dass die Fortsetzung der Geschichte von Sonea besser ist als die Vorgeschichte.
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