[Rezension] Tess Gerritsen – Gute Nacht, Peggy Sue

Originaltitel: Peggy Sue got murdered
Verlag: Blanvalet (1. August 1999)
Genre: Thriller
Taschenbuch: 288 Seiten
ISBN: 978-3442351367

Klappentext: M.J. Novak hat Erfahrung mit den unangenehmen Seiten des Lebens: Aufgewachsen in einem der weniger feinen Viertel von Albion, geschieden und von Beruf Gerichtsmedizinierin, kann sie nicht mehr viel erschüttern. Das ändert sich, als eines Tages die Leiche einer Unbekannten eingeliefert wird, die in South Lexington, M.J.`s einstigem Zuhause, gefunden wurde. Das Sonderbare an diesem Fall: Eine Todesursache ist bei bestem Willen nicht zu erkennen. Als sich kurz darauf ein ähnlicher Fall ereignet, beginnt die Ärztin nachzuforschen. Über die Telefonnummer auf einem Streichholzbriefchen kommt sie auf die Spur des reichen, charmanten und äußerst nervösen Pharmaunternehmers Adam Quantrell. Bald ist M.J. überzeugt, daß die Toten Opfer einer bislang unbekannten Droge wurden. Weiß Quantrell mehr darüber, als er zugeben will?

Der 1. Satz:

Eine Stunde vor Beginn ihrer Schicht, eine Stunde bevor sie Anwesenheit demonstrieren musste, wurde die erste Leiche durch die Tür geschoben.

Meine Meinung: “Gute Nacht, Peggy Sue” ist ein Durchschnittskrimi ohne besondere Stärken und Schwächen. Ein Buch, das durchaus lesenswert ist, zur Entspannung oder Urlaubslektüre. Aber auch ein Buch, das mir sicher nicht lange im Gedächtnis bleibt. Und das macht es so schwierig für mich, es genauer zu beschreiben. Über gute Bücher lässt es sich leicht schreiben, über schlechte ebenso, mittelmäßige Bücher zu beschreiben finde ich sehr schwierig.

Unter dem Titel des Buches kann man sich nicht wirklich etwas vorstellen. Der Originaltitel »Peggy Sue Got Murdered« bringts da schon eher auf den Punkt. Doch eine Peggy Sue kommt in dem Roman lange Zeit nicht vor. Erst sehr spät wird eine unbekannte Leiche mit Namen Peggy Sue erwähnt, die jedoch mit dem Fall nichts zu tun zu haben scheint. Aber irgendwas muß sich Tess Gerritsen ja wohl gedacht haben bei der Wahl ihres Titels.

Als Kriminalfall ist das Buch nicht ganz so berauschend. Vielleicht liegt es an der Kürze des Romans, auf nur 288 Seiten kann man die Charaktere nicht so gut kennen lernen wie in anderen Büchern von Tess Gerritsen. Zudem überschlagen sich die Ereignisse viel zu schnell, was letzten Endes dem Realismus schadet. Die Auflösung des Falles ist zwar überraschend, geschieht jedoch sehr plötzlich und ist für mich recht unglaubhaft. Die Action am Schluss erinnert stark an mittelmäßige amerikanische TV-Filme und macht aus dem Roman auch keinen Reisser.


Possibly Related Posts:


This entry was posted in Rezensionen and tagged . Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>