[Kinokritik] Sherlock Holmes 2 – Spiel im Schatten

Kinostart Deutschland: 22. Dezember 2011
Genre:
Action
FSK:
ab 12 freigegeben   
Laufzeit:
132 Minuten
Produktionsjahr:
2011
Regie:
Guy Ritchie
Darsteller:
Robert Downey Jr., Jude Law, Noomi Rapace
OT: Sherlock Holmes: A Game of Shadows (2011)

In “Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten” trifft der britische Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) auf seinen Erzfeind Dr. Moriarty (Jared Harris). Er ist das kriminelle Genie in der Londoner Unterwelt, ein ebenbürtiger Bösewicht und Widersacher für Sherlock Holmes. Nur selten tritt er selbst in Erscheinung, meist zieht er im Hintergrund die Fäden. So auch, als der österreichische Kronprinz eines Tages tot aufgefunden wird und alles auf einen Selbstmord hindeutet. Nur Sherlock Holmes vermutet ein Verbrechen, das allerdings nur die Spitze einer weitverzweigten Verschwörung ist. Dieser Verdacht bestätigt sich, als auch die Zigeunerin Sim (Noomi Rapace), die einzige Zeugin des Mordes, nur knapp einem Anschlag entgehen kann. Mit ihrer Hilfe reisen Sherlock Holmes und Doktor Watson (Jude Law) durch halb Europa, um die Pläne Moriartys, der den Lauf der Geschichte verändern will, zu durchkreuzen.

Meine Meinung: “Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten” ist die zweite Sherlock – Holmes – Verfilmung des britischen Regisseurs Guy Ritchie und er bringt hier den wohl größten Gegenspieler Holmes’ ins Spiel: Professor James Moriarty. Die besten Momente zieht der Film mal wieder aus der „Beziehung“ zwischen Holmes und Watson. Die Dialoge der beiden sind eigentlich immer für Lacher oder auch nur Schmunzler gut, besonders wenn sie sich wie ein altes Ehepaar streiten. Allerdings hat mir der erste Teil besser gefallen: mehr Action, Spannung und Humor. Gerade den Anfang fand ich etwas langatmig und uninteressant, die schauspielerische Leistung von Noomi Rapace, die mir in der Stieg Larson Trilogie sehr gut gefallen hat, ist kaum erwähnenswert. Sie ist in ihrer Rolle absolut unterfordert und fehl am Platz. Robert Downey Jr. als Sherlock Holmes war im ersten Teil klasse, aber konnte mich hier nicht wirklich überzeugen, ein oder zwei gute Szenen hab es mit ihm, der Rest war solide, aber nicht überragend. In „Sherlock Holmes“ waren vor allem die Actionszenen beeindruckend, in denen Holmes dem Zuschauer in Zeitlupe erklärt mit welchen Faustschlägen er seine Gegner niederstreckt, um diese Hiebe danach in rascher Abfolge auszuführen. Dieses Verfahren wird in Teil 2 wieder angewendet, allerdings überzeugt es nicht richtig, da der Einsatz von Computereffekten unübersehbar ist.

Die bösen Absichten von Moriarty sind für den Zuschauer nicht schlüssig und bevor die Sache vertieft wird, ist der Film auch schon vorbei. Wirklich gelungen sind da nur die letzten fünfzehn Minuten. Während Holmes und Simza eine Party aufmischen, spielen Holmes und Moriarty seelenruhig eine Partie Schach. Der so genannte Showdown ist schon vorbei, bevor er überhaupt begonnen hat. Man denkt: „Ok, kommt da noch was?“. Aber es kommt leider nichts. Wer auf spannendes Kriminalkino hofft, wird enttäuscht werden. Der Film ist eine Hollywood-typische Fortsetzung: Lauter, schneller, besser! Besser? Nein, das mit Sicherheit nicht. Schade eigentlich, denn der Trailer war wirklich vielversprechend.


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4 Responses to [Kinokritik] Sherlock Holmes 2 – Spiel im Schatten

  1. Novia says:

    Aber am Ende gibt es doch noch einen tollen Lacher!

    Mir hat der Film gut gefallen. Ja, der erst war besser und mit den Kampf vorher in Zeitlupe durchzugehen war im ersten auch besser umgesetzt, hier war es ja keine Überraschung mehr.
    Vielleicht lag es aber auch daran, dass schon klar war wenn Homes eigentlich jagt? Im ersten mussten sie ja richtige Detektivarbeit leisten. Mehr wie hier.

  2. Hexodus says:

    Ich kenne nur den Vorgängerfilm, der auch nicht gut zu nennen war. Damit bestätigst Du meine Befürchtungen.
    Adrian

  3. Anja says:

    Also der erste Teil hat mir ja sehr gut gefallen, deswegen war ich ja recht enttäuscht von der Fortsetzung, aber da gab es einfach keine Neuerungen und nur von Schiessereien und Explosionen kann ein guter Film nun mal nicht leben.

  4. Hexodus says:

    Eindeutig der Fluch der Fortsetzungen der fast alle zweiten Teile trifft ;/

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